Gartenplanung

Gartengestaltung planen: In welcher Reihenfolge Sie vorgehen

·6 Min. Lesezeit
Geplante Außenanlage mit Wegen, Terrasse und Beeten

Ein Garten wird selten teuer, weil das Material teuer ist. Er wird teuer, weil in der falschen Reihenfolge gebaut wird. Wer zuerst pflanzt und dann merkt, dass noch ein Weg oder eine Entwässerung fehlt, reißt fertige Beete wieder auf. Mit der richtigen Reihenfolge lässt sich das vermeiden.

Wir werden oft gerufen, wenn ein Garten „irgendwie nicht funktioniert". Meistens fehlt kein Geld, sondern ein Plan. Deshalb hier die Reihenfolge, in der wir ein Projekt angehen, damit am Ende alles zusammenpasst.

Schritt 1: Bestandsaufnahme statt Wunschliste

Bevor irgendetwas gezeichnet wird, schauen wir uns das Grundstück an. Wo und wann steht die Sonne? Wohin läuft das Regenwasser? Ist der Boden sandig, lehmig oder verdichtet? Diese Fragen entscheiden mehr über das Ergebnis als jede Pinterest-Sammlung. Ein schattiger, nasser Nordhang verlangt andere Lösungen als eine sonnige Südterrasse.

Schritt 2: Zonen festlegen

Jetzt kommt die grobe Aufteilung. Wo wird gesessen, wo gespielt, wo geht man entlang, wo darf es wild wachsen? Es hilft, den Garten in wenige klare Zonen einzuteilen: Terrasse am Haus, ein Weg zum Geräteschuppen, eine ruhige Ecke, eine Rasenfläche. In dieser Phase geht es um Flächen und Wege, noch nicht um einzelne Pflanzen.

Schritt 3: Das Grobe zuerst bauen

Erst wenn die Aufteilung steht, wird gebaut, und zwar von unten nach oben. Zuerst die Erdarbeiten und alles, was in den Boden gehört: Entwässerung, Leerrohre für Strom, Wasser oder Bewässerung, Fundamente. Dann die festen Elemente wie Wege, Terrasse, Mauern und Einfahrt. Diese Arbeiten sind schmutzig und brauchen Maschinen. Alles Empfindliche kommt bewusst später an die Reihe.

Schritt 4: Rasen und Bepflanzung zum Schluss

Ganz am Ende folgen Rasen und Pflanzen. Das hat einen einfachen Grund: Ein frisch angelegtes Beet oder ein junger Rollrasen übersteht keine Schubkarrenfahrt mit Pflastersteinen. Wer zuerst begrünt und dann noch baut, macht die Arbeit doppelt. Bei der Pflanzenauswahl gilt: erst die großen, strukturgebenden Gehölze, dann Sträucher, zuletzt Stauden und Bodendecker.

Was viele unterschätzen

Zwei Dinge werden fast immer zu spät berücksichtigt. Das erste ist Wasser: Wohin mit dem Regen von Dach und Terrasse? Wer das erst am Ende plant, hat oft keinen Platz mehr für eine Versickerung. Deshalb gehört die Entwässerung in Schritt 3, nicht ans Ende. Das zweite ist der Boden für die Pflanzen. Nach einer Baustelle ist er meist verdichtet und muss vor der Bepflanzung wieder gelockert und aufbereitet werden.

Ein guter Garten entsteht nicht an einem Wochenende, aber er ist planbar, wenn die Schritte stimmen. Wenn Sie unsicher sind, in welcher Reihenfolge Ihr Projekt sinnvoll ist, schauen wir es uns gerne vor Ort an und sortieren die Prioritäten gemeinsam.

Häufige Fragen

Womit fange ich bei der Gartengestaltung an?

Mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Wo steht die Sonne, wo läuft Wasser hin, welcher Boden liegt vor. Erst danach kommen Wege, Terrasse und Beete. Wer mit den Pflanzen beginnt, plant meistens zweimal.

In welcher Reihenfolge werden die Arbeiten ausgeführt?

Zuerst das Grobe: Erdarbeiten, Wege, Mauern, Entwässerung. Dann die festen Flächen wie Terrasse und Zufahrt. Ganz zuletzt Rasen und Bepflanzung, damit fertige Beete nicht wieder von der Baustelle beschädigt werden.

Lohnt sich ein Plan bei einem kleinen Garten?

Gerade dort. Auf wenig Fläche fällt jeder Fehler stärker auf, und Umbauten sind ärgerlich. Eine einfache Skizze mit Zonen und Wegen spart später Zeit und Geld.

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